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Margarethenhöhe

Den Eignungstest bestanden

Margarethenhöhe Teller
Margarethenhöhe Becher

Die Keramikerin Young-Jae Lee hat in den letzten Jahren mehr als eine große Museumsausstellung mit ihren im Holzofen gebrannten Keramikunikaten bestritten. Große Gefäße in klassisch asiatischer Formen mit feinst abgestimmten Glasuren, genauso wie unzählige kleine Schalen versammelten sich in großen Räumen zu hinreißenden Installationen, die ihren Reiz nicht zuletzt auch daraus gewannen, dass jedes einzelne Stück nicht nur betrachtet, sondern auch gebraucht werden will, wäre da nicht die Kostbarkeit...

Dabei gibt es schon seit Jahrzehnten das Manufakturprogramm. Seit 1986 Young- Jae Lee zusammen mit Hildegard Eggemann die Leitung der keramischen Werkstatt Margarethenhöhe übernommen haben, arbeiten sie an der Optimierung von Form und Funktion.

Denn eine für den Gebrauch bestimmte Keramik muss täglich aufs Neue den Eignungstest bestehen. Ausgehend von 25 Grundelementen und sechs Glasurfarben wurde ein Keramikprogramm erarbeitet, das bis heute unverändert, getrost zu den Klassikern gezählt werden kann. Schlichte Formen und gut abgestimmte zurückhaltende Farbschattierungen von gebrochenem Weiß, Grüntönen, teils nahe am legendären Celadon bis hin zu Rotbraun sind die Grundlage für die freie Kombinierbarkeit aller Teile.

Das Drehen der Gefäße erfordert von jedem Mitarbeiter Meisterschaft jenseits der Routine. Nur so kann jedes Stück in der Form vollendet werden. Auch die Glasuren erfordern ständige Aufmerksamkeit, nur wenn die Mischungsverhältnisse exakt stimmen entsteht die gewünschte Farbigkeit. Kleinste Nuancen in Form und Farbe sind Ausdruck der Handarbeit und der individuellen Meisterschaft. Sie erhöhen die Lebendigkeit und Spannung die von keinem industriellen Produkt erreicht werden kann.

Die ausgesprochen alltagstaugliche Keramik bereitet so nicht nur durch Form und Funktion, sondern auch durch kreative Kombinierbarkeit immer wieder erneut Freude.